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Skandalolypiade Avenches 2019

Müller Pascal 09.04.2019

Der diesjährige Ausrutsch..pardon, Ausflug nach Avenches der Räbedibäms förderte neben alltäglichem Guggenhandwerk auch Skandalöses zu Tage.

Ist es doch in Avenches schon lange Brauch, dass die interguugale Zusammenarbeit gefördert wird, gab es während der zwei Tage doch immer wieder Bestrebungen diese Verflechtungen zu sabotieren. So wurde die Hochleistungssportart im Turnhallen-Teamschlafen von einigen «Hoteleinzelkämpfern» boykottiert. Die Qualität der dort angetretenen liess jedoch zu wünschen übrig. Ein Räbi ist trotz Startplatz nie beim Wettkampf erschienen und hat sich lieber in den Milchbaaren von Avenches rumgetrieben, wie gewisse Fotos zeigen.

Doch zurück zur Paradedisziplin Turnhallenschlafen. Die Infrastruktur war ganz im Zeichen des Austausches gehalten. Haben die Veranstalter doch die moderne Strömung des Unisex-gedankens aufgegriffen und kurzerhand nur ein Duschraum für alle zur Verfügung gestellt. Die daraus resultierenden geschlechtlichen Verwirrungen konnten die Räbis nicht davon abhalten, eine ausgeklügelte Staffelstrategie für das nächtliche Schnarchbaumfällen zu organisieren.

Während die Turnhallenräbis durch ein reichhaltiges Frühstück eines autarken Mitglieds verköstigt wurden. Hatten sich einige Räbis und auch Ex-Mitglieder im legendären Bänkli zum Dauerdebatierwettkampf getroffen. Die Finalen Diskussionen gingen bis in die Morgenstunden und waren so intensiv, dass gewisse Ex-Räbis skandalöserweise Denkpausen von bis zu einer Stunde mit geschlossenen Augen hinlegen mussten. Böse Stimmen behaupten, das einzige was noch aus einem «denkenden» Räbi herauszubekommen war, war die Aussage «Wundeebaar».

Derselbe Räbiathlet sorgte bei dem traditionellen Wein-Präzisions-Ausschenken für einen Eklat, als er nach dem Motto «Mit mir die Sinflut» detailgetreu die biblische Geschichte der Arche nachstellte und ganz nach dem gesellschaftlichen Gedanken auch gleich noch die Teller und Gläser der Miträbis als Requisiten miteinbezog.

Auch bei den jungen Räbis gab es bravuröse Einzelauftritte. Neben synchronem Instrumentenstützen dominierte ein Räbi den Wettkampf im Dauerspucken so souverän, dass in gewissen Kreisen nur noch ehrfürchtig von El Lama gesprochen wurde.

Ein weiterer Höhepunkt der Interguugalen Olympiaden war das Teammusizieren in der römischen Arena. Gladiatorenähnlich zogen die Guugen in den staubigen Kessel ein und performten Bella Ciao. Skandalöserweise hatten die Sousaphons dank der Unisexduschgeschichten genug vom Blasen und verweigerten dem Tambourmajor doch prompt den Dienst. Beim zweiten Anlauf klappte es dann zum Glück.

Als grosser Schlussgang wartete noch der Zwei-Runden-Konfettimarathon von Avenches. Das schöne daran. Die Tonnen von Konfetti, wo in der ersten Runde auf dem Boden gelandet sind, werden von Scharen motivierten Nachwuchszuschauern in der zweiten Runde, mit allem was vom Boden sonst noch so mitkommt, aufgehoben und mit grosser Freude und Wucht den Marathonläufern der zweiten Runde an den Grind geworfen. Dank sei Grind kehren alle Räbiathleten erschöpft aber sonnengebräunt glücklich nach Hochdorf zurück.